Pfingstler dürfen mit staatlicher Hilfe missionieren

Pfingstler dürfen mit staatlicher Hilfe missionieren

Mit den Stimmen von rotrotgruen – Pfingstler dürfen mit neuem Kindergarten Missionieren

Der Mangel bei Kindergartenplätzen und eigene Fehler der Behörde bei der Bedarfsplanung, die Blindheit für missionarische Fundamentalisten oder die Angst vor einer öffentlichen Politischen Auseinandersetzung. Wahlweise kann mensch sich aussuchen, welches die Gründe für die Entscheidung in der Bildungsdeputation am 1. Juli gewesen sein mögen, der Bewerbung des Kindergartenträgers der evangelikalen Pfingstkirchler in Oslebshausen zuzustimmen.

Immerhin hatte es im Vorfeld erhebliche Bedenken gegeben und zahlreiche Menschen gegeben, die vor den missionarischen Pfingstkirchlern gewarnt hatten. Selbst innerhalb der Koalition. Die Zustimmung zu dem evangelikalen Träger war im Juni von der Bildungsdeputation noch ausdrücklich ausgesetzt worden.

Nach dieser Entscheidung wird „Christliche Kitas e.V.“, CEKIS, ab 2021 insgesamt sechs Kindergärten betreiben, drei davon im Stadtteil Gröpelingen. 
Besonders brisant ist vor allem, dass die Kindergartenplätze aus Steuergeldern aller Bürger*innen der Stadt Bremen finanziert werden. Damit werden allgemeine Steuergelder für den Missionssbetrieb der Evangelikalen aufgewendet. Zahlreiche Eltern, die mit Kirchen und insbesondere mit Evangelikalen nichts im Sinne haben, werden auf Grund der knappen Kindergartenplätze genötigt, ihre Kinder in die Obhut der Evangelikalen zu geben.

Besonders widersprüchlich ist diese Entscheidung angesichts des in der gleichen Woche eingeleiteten Strafverfahrens gegen den homophoben Prediger Olaf Latzel. Pfingstkirchler und Latzel haben die gleichen Positionen zu Homosexualität, sind beide in der Evangelischen Allianz, dem Dachverband der Evangelikalen organisiert.

Es wird Zeit, dass sich die Bremische Landesregierung eindeutig positioniert und die missionarischen Einrichtungen nicht aus Steuermitteln fördert.