Auf der Sitzung der Deputation für Bildung am 2. Juni 2026 wurden für drei Kindertageseinrichtungen neue Träger vorgestellt. Bei einer dieser Einrichtungen handelt es sich um die jetzige vom pme betriebene Einrichtung in der Sonneberger Str. 20 in der Vahr.
Die Einrichtung weist nach der Vorlage der senatorischen Behörde bauliche Mängel auf, soll aber mit zwei Gruppen und einem Angebot für Krippenplätze weiter betrieben werden.
Für diese Gruppen gibt es eine Interessensbekundung des Verein NASR e.V.. In der Vergangenheit wurde bei den Neubauten in der Regel auch der in den Deputationsvorlagen genannte Träger berücksichtigt, was ganz offensichtlich auf Vorgespräche seitens der Behörden hinweist. Die für den Abschluss der Kostenvereinbarung notwendige Finanzkalkulation lag der Deputationsvorlage nicht bei. Am 30. Juni soll abschließend beschlossen werden.
Der Verein NASR e.V. wirft jedoch Fragen auf. NASR betreibt in der Kirchbachstraße 183 bereits eine Kindergruppe für Kinder unter drei Jahren. Diese Gruppe ist jedoch nicht staatlich gefördert, dient jedoch offensichtlich als Qualitätsnachweis zur Befähigung, einen staatlich finanzierten Kindergarten zu führen.
Die diversen Hinweise legen jedoch nahe, dass es sich bei NASR e.V. um einen streng muslimisch ausgerichteten Träger handelt, was sowohl den Vorstand, die Geschäftsführung und Mitarbeiter:innen betrifft. Es sind ausschließlich Frauen mit vollständig verhüllten Haaren in den veröffentlichten Fotos erkennbar.
NASR hat in der Vergangenheit auch schon Empowerment Seminare für muslimische Frauen durchgeführt. Der Veranstaltungsort wurde den gemeldeten TeilnehmerInnen per Email zugeschickt.
Die Aktivist:innen des Vereins entstammen überwiegend der muslimischen Hochschulgruppe an den Bremer Hochschulen und der Universität. Hier waren in der Vergangenheit häufig Verbindungen zum von der Muslimbruderschaft dominierten Netzwerk der Hochschulgruppen festgestellt worden.
Gleichfalls bestehen Kontakte und Verbindungen zur islamistischen Millî Görüş Bewegung in Bremen. Millî Görüş ist die türkische Variante der Muslimbruderschaft und auch personell in die weltweiten sowie europäischen Strukturen der Bruderschaft eingebunden, etwa in den europäischen Islamistischen Jugendverband FEMYSO oder den europäischen oder deutschen FATWA Rat.
Die Verbindungen und das Auftreten von NASR deuten drauf hin, dass es sich nicht nur um einen von Muslim:innen getragenen Verein handelt, sondern dieser sich an einer sehr strengen Kleiderordnung, Geschlechtertrennung und einer engen Koranauslegung orientiert.
Bereits 10 Kindergärten in Bremen werden von evangelikalen Trägern organisiert, so etwa Einrichtungen des Sozialwerks der freien Christengemeinden (Pfingstkirche) oder „Menschenskinners“ aber auch einige evangelikalen Kirchengemeinden innerhalb der evangelischen Landeskirche.
Hier wird bereits sehr früh auf Missionierung und Einübung religiöser Rituale gesetzt, um den eigenen Nachwuchs bei der Stange zu halten bzw. missionarisch tätig zu sein. Sowohl die evangelikalen Christen als auch die Islamisten setzen die Lehren ihrer alten Bücher, Bibel und Koran, über die demokratische Selbstbestimmung der Menschen. Beiden Ideologien ist gemeinsam, dass sie die Gleichberechtigung von Frauen ablehnen. Sowohl Islamisten als auch Evangelikale halten gleichgeschlechtliche Beziehungen für eine Sünde. Diese drei ideologischen Gemeinsamkeiten machen sie als Träger für erzieherische Aufgaben zu ungeeigneten Einrichtungen.
Da Religionsfreiheit besteht, ist es den Eltern überlassen, wie sie ihre Kinder erziehen. Es ist allerdings nicht vermittelbar, dass Steuergelder von allen Menschen in Bremen genutzt werden, um religiöse Fundamentalisten bei ihren missionarischen Aktivitäten zu unterstützen.
Der Kindergarten befindet sich in der Sonneberger Str. 20 direkt neben der Bremer Zentrale der Millî Görüş Bewegung, die in der Hausnummer 18 ihren Sitz hat, unter dem Namen „Islamische Föderation“ firmiert und dort auch eine Moschee und eine Koranschule betreibt. Es fällt schwer, hier von Zufall auszugehen.