Gründe für den Anschlag von Berlin
Es reicht nicht, Gewalt zu beklagen, von einem feigen Angriff auf Freiheit und westliche Werte zu sprechen. Gewalt, ausgeübt von religiösen Überzeugungstätern ist inzwischen alltäglich geworden. Der verleitete Jugendliche der sich über Medien, bis hin zum IS radikalisiert hat, ist eher eine Ausnahmeerscheinung. Gewalt gegen queere Menschen ist auf Schulhöfen und in öffentlichen Verkehrsmitteln ein tägliches Erscheinungsbild.
Wenn die Anweisungen für das Leben aus den alten Büchern, Bibel, Tora und Koran in Lesekreisen, Predigten und Koranschulen vermittelt werden, gibt es die Botschaft, dass gleichgeschlechtliche Liebe eine Sünde ist und nach Gottes Willen abgeschafft gehört.
„Wenn jemand bei einem Manne liegt wie bei einer Frau, so haben sie getan, was ein Greul ist, und sollen beide des Todes sterben“ 3. Buch Mose 20,13
Da gehen christlich evangelikale Aktivisten zum CSD, um Menschen vom Weg der Sünde abzubringen. Auch die Aktivisten von „Werde Licht“, die sich am 1.8. in Bremen zu einer ganztägigen Missionsveranstaltung auf dem Bremer Marktplatz treffen, agitierten schon dort. Wenn Jugendliche aus der Koranschule kommen, gehen sie im Bewusstsein nach Hause, dass das ihnen das begegnenden Männerpaar eine schwere Sünde begeht. Den Schüler*innen der privaten evangelikalen Schulen dürfte es nicht anders gehen.
Dass junge Menschen den Wunsch haben, nicht nur zu reden, sondern zu Handeln, ist ein normales Bedürfnis. Hier greifen folglich Appelle oder Einschränkungen von sozialen Medien oder schärferen Gesetzen und Forderung nach Abschiebungen zu kurz.
Die führenden Köpfe des Staates haben nach dem Anschlag von Berlin allesamt kein Wort über die ideologischen Brutstätten verloren, in denen Hass auf queere Menschen erzeugt wird. Niemand erwähnte die etwa 2300 Koranschulen, in denen im Sinne des konservativen Mainstreamislam Jugendliche zu Ablehnung gleichgeschlechtlicher Liebe aufgefordert werden. Niemand sprach über die ca. 200 evangelikalen Schulen und Hochschulen und die tausenden bibeltreuen Gemeinden und das dort an Jugendliche vermittelte „Bibelwissen“ . Auch der Papst und die konservativen katholischen Bischöfe, wie Woelḱi und Oster halten praktizierte Homosexualität für eine Sünde, sie fanden in den Reeden keine Erwähnung.
So lange in fundamentalistischen Religionsstätten weiterhin Homophobie gepredigt wird, entsteht Hass auf Andersgläubige und queere Personen, der sich bei besonders motivierten und religiös aufgeladenen jungen Menschen in Handeln in der Skala von Mobbing bis zu Mordanschlägen äußert.
Die Saat für Anschläge in Berlin wird in der religiösen Erziehung junger Menschen gelegt. Weit mehr als 100 000 Jugendliche in Deutschland durchlaufen evangelikale und islamistische Bildungseinrichtungen, zu einem erheblichen Teil mit staatlicher Förderung.
Brüder und Schwestern im Geiste:
Olaf Latzel, verurteilter evangelikaler Prediger
Abdul B. mutmaßlicher Attentäter von Berlin
Dr. Suhaib Hasan, Vors. des europäischen Fatwa Rates
werde licht, evangelikale Sekte u.a. in Bremen
Kemal Ergün, Vorsitzender von Milli Görüs, Köln