Latzel darf wieder diskriminieren

Latzel darf wieder diskriminieren

Die Kirchenleitung ist völlig unglaubwürdig. Ungeachtet der Klage der Staatsanwaltschaft wegen Volksverhetzung, des laufenden Disziplinarverfahrens und des Protestes von 45 Pastoren und anderen Mitarbeiter*innen der Bremischen Evangelischen Kirche (BEK); Olaf Latzel wird am 30. August in der Martinikirche wieder predigen.
Das vereinbarten die Bremer Kirchenleitung und Olaf Latzel. Über weitere Inhalte dieser Vereinbarung wurde Stillschweigen vereinbart. Nach dem Bericht des evangelikalen Magazins, idea, soll Latzel sich zu einer „Mäßigung“ verpflichtet haben.

Es ist also nichts geworden aus dem Wunsch der BEK Leitung, sich tatsächlich von den homophoben Tiraden des evangelikalen Predigers abzusetzen. In ähnlich gelagerten Fällen, eines erheblichen Verstoßes gegen dienstliche Vorgaben oder bei Rechtsverstößen, kommt es zu Beurlaubungen bis zur endgültigen Klärung des Sachverhalts.
Aber ganz offensichtlich gibt es neben den anderer sieben evangelikalen Gemeinden in der BEK noch weitere Gruppen, die einen Bruch mit den Evangelikalen um Olaf Latzel nicht wollen. Unter den Unterzeichner*innen der Erklärung der Friedensgemeinde finden sich kaum Mitglieder der ca. 60 Funktionsträger*innen der Kirchenleitung und den ständigen Ausschüssen der BEK.

Damit kann Olaf Latzel sein Werk der wortgenauen Auslegung der zum Teil weit über 1900 Jahre alten Texte der Bibel für die heutige Welt fortsetzen.

Eine Kirchenleitung, die sich nur verbal von Olaf Latzel abgrenzt, aber keine tatsächliche Schritte geht, um seine Botschaften im Namen der Evangelischen Kirche zu unterbinden, ist unglaubwürdig.