Verbrüderung der Gotteskrieger

Verbrüderung der Gotteskrieger

Die katholische Presse, das „Domradio“, die Katholische Nachrichten Agentur (KNA) und „katholisch.de“ berichteten überschwänglich vom dritten Besuch des Vorsitzenden des Zentralrats der Muslime (ZMD) in Deutschland Aiman Mazyek und seines Generalsekretärs El Yazidi beim Papst am 13.1.2022. Laut Domradio soll Mayzek das Treffen als „sehr bewegend und inspirierend“ beschrieben haben. Der Papst bat, für ihn zu beten. Das Internetportal des ZMD zitiert Mazyek:“ Mit unseren christlichen Glaubensgeschwistern für den Zusammenhalt innerhalb der europäischen Gemeinschaft eintreten“.

Einig waren sich beide sicherlich in ihrem Bemühen, die Gesellschaften Europas zu missionieren. Beim Vatikan gibt es dafür eigens einen Verantwortlichen für die Remissionierung Europas, den ehemaligen Bischof von Limburg, Tebartz-van Elst (Bekannt durch seine goldene Badewanne) Auch der politische Islam hat sich die Eroberung Europas auf die Fahnen geschrieben.

Wer ist eigentlich der Zentralrat der Muslime in Deutschland ?

Der ZMD ist einer von vier Zentralverbänden von muslimischen Moschee-Gemeinden. Im ZMD sind vor allem Verbände und Moscheen organisiert, die den Muslimbrüdern nahe stehen, wie die Deutsche Muslimische Gemeinschaft (DMG). Ebenso der türkisch geprägte Verband ATIB, dem religiösen Ableger der faschistischen Grauen Wölfe und der Verband der schiitischen Gemeinden in Deutschland (IGS). Die IGS wird angeführt von der Imam Ali Moschee in Hamburg (IZH), der Vertretung des iranischen Mullah Regimes in Deutschland. Im IGS sind auch die der libanesischen Hisbollah zuzurechnenden Gemeinden organisiert. Der ZMD ist also das Sammelbecken der dem Islamismus am stärksten verbundenen Verbände in Deutschland und wird von Muslimbrüdern, der ATIB und schiitischen Islamisten dominiert. Zahlreiche Moscheen aus dem Netzwerk der Islamisten werden aus Saudi Arabien und Katar finanziert

Der Vorsitzende des ZMD, Airmann Mazayek, entstammt der Bilal Moschee in Aachen, einer der beiden „Urzellen“ der deutschen Muslimbrüder und sitzt dort im Beirat. Die stellvertretende Vorsitzende des ZMD, Nurhan Zoykan, gehört dem Verband ATIB (Graue Wölfe) an. Der Generalsekretär des ZMD, El Yazidi entstammt dem aufgelösten Netzwerk der Muslimbrüder im Rhein Main Gebiet und wurde von der hessischen Justizverwaltung als Gefängnisseelsorger suspendiert, da seine Beziehungen zur Muslimbruderschaft zu offensichtlich waren.

Der Leitspruch der Muslimbrüder ist seit den zwanziger Jahren des letzten Jahrhunderts unverändert: 

„Der Koran ist unsere Verfassung, der Prophet ist unser Führer, der Dschihad ist unser Weg, und der Tod für Allah ist unser höchstes Ziel.“

„Der Islam wird Europa erobern, ohne Schwert und ohne Kampf.“ Bemerkenswert deutlich ließ der wohl einflussreichste zeitgenössische Denker und Agitator der weltweiten Muslimbruderschaft (MB) Yusuf al-Qaradawi (geb. 1926) im katarischen Fernsehen verlauten, was das Ziel seiner Bewegung auch für Europa ist. Diese Form der friedlichen Eroberung durch Mission und gezielte Einflussnahme habe ihre Begründung im Islam und werde von Erfolg gekrönt sein, so al-Qaradawi.

Eine wesentliche Etappe auf ihrem Weg ist die Anerkennung des Islam als anerkannte Religion. Hier sind vor allem die evangelische Kirche und auch der Papst behilflich. Der Öffnungscode ist der „Interreligiöse Dialog“ der von den Islamisten als zentrale Taktik ihrer Etablierung verwendet wird. Eine Audienz beim Papst ist ein wichtiger Schritt in der Etablierungsstrategie.

Wenn sich also der Anführer der katholischen Kirche mit den deutschen Abgesandten des Islamismus und der Muslimbrüder trifft, ist dies eigentlich kein Grund zur moralischen Empörung. Der Papst und sein Umfeld wissen genau mit wem sie da geredet haben.

Denn beide sind Brüder im Geiste. Sie stehen für religiöse Männerbünde, für Patriarchat und Frauenunterdrückung, sind homophob und stehen für autoritäre Strukturen wie die Unfehlbarkeit des Papstes, die Herrschaft von Bischöfen oder ein von einem religiösen Gelehrten geführten Kalifat aller Muslime. Sie sind damit immer wieder gern bereit Bündnisses mit rechten und faschistischen Bewegungen einzugehen, wenn es zur politischen Durchsetzung ihrer religiösen Dogmen (Scharia und Bibel) nützlich ist.